Provinz Slawonien

Oberschlesien

In Slawonien waren die ersten bekannten Bewohner die Skordisker, später die Pannonier, welche Kaiser Augustus unterjochte. Das Land gehörte hierauf zu „Pannonia inferior“, hatte aber auch den Spezialnamen „Pannonia Savia“. Am Schluss der großen Völkerwanderung erfüllten Slawenstämme unter awarischer Oberhoheit das Land zwischen der Drau und Save und gerieten als pannonische, mit Kroaten nochmals vermischte Slawen unter fränkische Botmäßigkeit, von welcher späterhin noch das anschließende Sirmien, der einstige Gau der Römerstadt Sirmium, bei den Byzantinern den Namen „Frankochorion“ führte.

Das Zwischenstromland der Drau und Save geriet seit dem Emporkommen der kroatischen Fürstenmacht unter deren Herrschaft und hieß bei den Magyaren „Tolország“, „Slavonia“ im lateinischen, „windisches“ Land im deutschen Sprachgebrauch, zum Unterschied vom südlich angrenzenden Altkroatien (ung. „Horvátország“), seitdem die Magyaren um 1091 es mit Ungarn als Provinz vereinigt hatten und hier ein Bistum, das Zagreber, errichteten.

Nachdem die Magyaren auch um Sirmien viele Kämpfe mit dem griechischen Kaiserreich bestanden, behielten sie es seit 1165 für immer. Erst seit Vladislav II. 1491-1516 gesellte sich zu dem ungarischen Königstitel „rex Dalmatiae et Croatiae“ (Türkisch- und Hochkroatien) der Beisatz „et Slavoniae“.

Die Grenzen des historischen Territoriums, auf das sich der Name Slawonien bezieht, haben sich im Laufe der Zeit deutlich verschoben. Im Mittelalter wurde der gesamte in der Donau- und Savetiefebene gelegene Teil des damaligen Königreiches Dalmatien, Kroatien und Slawonien als Slawonien (lateinisch Regnum Slavoniae) bezeichnet. Das politische Zentrum des mittelalterlichen Slawoniens war die heutige kroatische Hauptstadt Zagreb.

Nachdem infolge der türkischen Eroberungen 16. Jahrhundert der größte Teil des „Königreiches Dalmatien, Kroatien und Slawonien“ mit Ausnahme des Gebietes um Zagreb vom Osmanischen Reich erobert worden war, wurde „Kroatien“ von „Slawonien“ im engeren Sinn (Virovitica, Požega und Sirmien) geschieden. Zagreb wurde infolgedessen politisches Zentrum des Restgebietes, also den westlichen Teil des mittelalterlichen Slawoniens. Der Name Slawonien bezeichnet seitdem nur noch den östlichen Teil dieses Gebietes.

Unter Kaiser Leopold I. wurde ganz Slawonien zurückerobert und im Karlowitzer Frieden 1699 an Österreich-Ungarn abgetreten. Während der Süden von Slawonien als Militärgrenze zum Osmanischen Reich eingerichtet wurde, kam der Norden großteils als Belohnung in den Besitz von Generälen und Adligen, die sich an den Türkenkriegen beteiligt hatten.

Um das fruchtbare, aber durch ständige Kriege im Grenzbereich zum Osmanischen Reich weitgehend entvölkerte Land zu stabilisieren, wurden Wehrbauern und Siedler aus der gesamten Habsburgermonarchie, aber auch darüber hinaus aus den deutschen Ländern (Donauschwaben)und aus den von Osmanen kontrollierten Teilen Südosteuropas ins Land geholt. Daher hat Slawonien seit Jahrhunderten eine sehr vielfältige ethnische Zusammensetzung.

Nach der Gründung Königreiches Jugoslawien wurde der östliche Teil Srijems von Slawonien abgetrennt und gehört heute zur Vojvodina.

Der Osten und Westen Slawoniens war im Kroatien-Krieges eine Zeit lang serbisch besetzt. International bekannt wurde vor allem die Zerstörung Vukovars.

FONTE: Wikipedia.de

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