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Herzogtum Bukowina
Im Mittelalter war das Herzogtum Bukowina Teil des Fürstentums Moldau. 1775 kam es nach dem Frieden von Küçük Kaynarca an Österreich, das sich so für seine „Vermittlerdienste“ zwischen dem Osmanischen Reich und Russland belohnen ließ. Ursprünglich wurde es als Teil Galiziens verwaltet und erst 1849 zum selbständigen Kronland. Deutsche Siedler und deutsch- bzw. jiddischsprachige Juden, die schon bald nach der Machtübernahme Österreichs einwanderten, trugen zur wirtschaftlichen und kulturellen Entwicklung des Landes im 19. Jahrhundert bei. Nach 1776 und im Laufe des gesamten 19. Jahrhunderts strömten viele Ukrainer aus Galizien ein. Dennoch blieben die Rumänen die größte Bevölkerungsgruppe der Bukowina bis sie erst 1880 von den Ukrainer anteilsmäßig überschritten wurden 5:4. Im Ersten Weltkrieg wurde die Bukowina mehrfach von Russland besetzt. Am 28. November 1918 vereinigte sich die Bukowina mit Rumänien. 1939 schloss Deutschland mit der Sowjetunion vor Ausbruch des Zweiten Weltkriegs den Hitler-Stalin-Pakt. In einem geheimen Zusatzprotokoll wurden die territorialen Interessenbereiche der beiden Länder in Nord-, Ost- und Südeuropa festgelegt. In diesem Zusatzprotokoll war zwar nur die Rede von Bessarabien, aber die Sowjetunion besetzte am 28. Juni 1940 neben dem Territorium Bessarabiens auch den nördlichen Teil der Bukowina. Am 5. September 1940 wurde in Moskau zwischen einer deutschen Kommission und dem Beauftragten vom Außenkommissariat der UdSSR die „Vereinbarung über die Umsiedlung der deutschstämmigen Bevölkerung aus den Gebieten Bessarabiens und der nördlichen Bukowina in das deutsche Reich“ unterzeichnet. Für die Umsiedlung wurde die Zeit vom 15. September bis 15. November vereinbart. Die Bukowinadeutschen wurden in das Deutsche Reich oder in besetzte Gebiete in Polen umgesiedelt. Zehntausende Rumänen wurden umgebracht oder nach Zentralasien deportiert. Die Grenzziehung von 1940 folgte nicht gänzlich den ethnischen Siedlungsgebieten, so dass zahlreiche Rumänen und Ukrainer auf der jeweils anderen Seite verblieben. 1941 eroberten rumänische Truppen das sowjetisch besetzte Gebiet zurück. Viele Juden wurden in den 40er Jahren ermordet (siehe Transnistria) oder vertrieben. 1944 wurde die Bukowina durch den Moskauer Vertrag nach den Grenzen von 1940 wieder geteilt. Der nördliche Teil gehört seitdem zur Ukraine, der südliche Teil zu Rumänien. Die Geschichte der Bukowina hat Gemeinsamkeiten mit der Geschichte von Galizien, Fürstentum Moldau und Bessarabiens. FONTE: Wikipedia.de |
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