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Pro Monarchie | ||||||||||||||
Als Theodore Roosevelt Kaiser Franz Joseph fragte, was er denn in diesem fortschrittlichen 20. Jahrhundert als seine wichtigste Aufgabe betrachte, antwortete ihm der Monarch: "Meine Völker vor ihren Regierungen zu beschützen." Die schon häufig formulierten Thesen zugunsten der Staatsform der Monarchie sollen erneut zur Diskussion gestellt werden. Ziel ist es, sie zu modifizieren und den gegenwärtigen Bedingungen anzupassen: Thesen pro Monarchie • Der Monarch ist kein Parteifunktionär. Er ist einfach da und gehört zum Land wie Seen oder Berge. • Der Monarch ist Fachmann: die Koordination ist sein Metier. Das erste Recht eines Volkes ist es, gut regiert zu werden. • Die Monarchie ist eine nicht nur patriarchale, sondern ebenso patriarchal-matriarchale oder selbst matriarchale Institution. Hier werden tiefste Gefühle unserer familiären Natur angesprochen. Das Herrscherpaar ist zugleich ein Elternpaar. Der Monarchie entspricht insofern der Patriotismus, der Demokratie muß der Nationalismus zugeordnet werden. Die Demokratie steht für vaterlose Brüderlichkeit, die logisch in Big Brother ihren Kulminationspunkt findet. • Eine feste Erbfolge schützt das Land vor zerstörerischen Unruhen. • Das Prinzip der Erbmonarchie mildert die periodischen Erschütterungen des Landes durch Wahlen, die schon oft genug zu Bürgerkrieg und Diktatur geführt haben. Das politische Klima im Land wird verbessert. • Wahlen können die Autorität der Regierenden und Politiker mindern. Wir brauchen "die da oben" nicht zu achten, aber sie sind gezwungen, uns vor den Wahlen Zugeständnisse zu machen und sie hinterher abzudienen (oder wenigstens so zu tun!). • Die Monarchie hat STETS einen übernationalen Charakter. Nicht nur sind meist Mutter, Frau, Schwager und Schwiegerkinder "Ausländer", sondern die Dynastien selbst in der Regel ausländischen Ursprungs. So waren im Jahre 1909 nur die Herrscher von Serbien und Montenegro lokaler Herkunft. • Die Dynastien sind auch volklich gemischt und stammen auch von Mohammed und Dschinghis Khan ab. Dies als auch ihr übernationaler Charakter geben ihnen einen doppelten psychologischen Vorteil: die Chance, andere Völker (und Herrscherfamilien) besser zu verstehen und auch zum eigenen Volk eine objektive Distanz einzuhalten. Der Monarch hat die Möglichkeit, unparteiisch zu schlichten. Die Monarchie ist der Geist der Volkseinheit, in der Republik ist zerfleischende Konkurrenz unvermeidlich. • Das persönliche Wohl die Stärke des Monarchen fallen zusammen mit dem Wohl und der Stärke ganzen Landes. Er ist gezwungen, die Interessen des gesamten Volkes zu verteidigen, das ist eine Überlebensfrage für ihn. • Für multinationale Staaten ist der Monarch das einigende Band und die unabdingbare Verkörperung der Einheit. • Es ist die Aufgabe des Monarchen unpopuläre Minderheiten, die im demokratischen Rahmen rettungslos verloren sind, zu beschützen. • Die Monarchie der Proteus unter den Staatsformen und elastischer als alle anderen Regierungsarten; sie läßt sich leicht mit den verschiedensten Regierungs- und Sozialformen kombinieren. So vereinigt die klassische gemischte Regierungsform elitäre und demokratische Elemente mit einer monarchischen Spitze. Man könnte sich auch ein sozialistisches Königtum vorstellen und selbst ein kommunistisches Kaiserreich, das wir ja in der Herrschaft der "Inkas" sahen. • Die Monarchie ist eine organische Regierungsform, in der die Vernunft sich mit der Gefühlswelt harmonisch verbinden kann. Die Monarchie ist keine "ausgedachte", künstliche, arithmetische Regierungsform, sondern eine im engsten Sinne des Wortes "natürliche", der menschlichen Natur angemessene. Der Zeugung und der Geburt stehen die plakatierten Wände und die Computernächte nach den Wahlschlachten gegenüber. • Die weltanschaulich-ideologische Einheit, ohne die der Parlamentarismus nicht bestehen kann, ist in der Monarchie nicht notwendig daher ist auch in der Monarchie stets die geistige Freiheit eine viel größere. Österreich war kulturell um 1910 viel fruchtbarer als um 1930 oder gar um 1980. • Echter Liberalismus (Liberalität) hat eine viel größere Chance unter der Monarchie als unter der Demokratie, die eine totalitäre Wurzel hat. Freiheit und Ungleichheit sind ebenso verbunden wie Gleichheit und Zwang. • Der König herrscht mit Hilfe der Autorität, einer endogenen Kraft, und nicht durch Furcht, einer exogenen. Millionen von Menschen können nur durch Religion oder (geistige) Sklaverei regiert werden, also durch die innerlich rezipierte Autorität oder durch die Angst erzeugende Gewalt. Doch die Demokratie ist mit der Autorität nur mühevoll zu vereinen und deshalb auch nicht leicht mit dem Rechtsstaat. • Der höchste Wert der Monarchie liegt jedoch in ihrem Appell an die Liebe. Nur in der Liebe ist das Dienen kein Schmerz und keine Last. Lästige Politiker aber setzt man durch den Stimmzettel wie aufsässige Domestiken wieder an die Luft, sind sie doch nur Mietlinge. Warum Monarchie? • Der Monarch ist sozusagen ein Naturereignis. Er gehört zu seinem Land wie beispielsweise die Alpen. • Der Monarch hat gottgegeben von allem die meiste Ahnung. Das ist nur logisch, denn es ist das Recht eines Volkes, gut regiert zu werden. • Die Monarchie repräsentiert die tiefsten Gefühle unseres familiären Geborgenheitsbedürfnisses. In der Parteiendemokratie ist dies zu schnöder Vetternwirtschaft herabgesunken. • Eine feste Erbfolge schützt das Land vor dümmlichen Wahlkämpfen. Kleinere Erbfolgekriege müssen gelegentlich in Kauf genommen werden, zumal sich dadurch der arbeitsscheue Teil der Bevölkerung dezimieren läßt. • Das Prinzip der Erbmonarchie erspart dem Volk lästige Gänge zum Wahllokal. Monarchietreue Denker wissen: Wahlen führen nur zu Bürgerkrieg und Diktatur. • Jede Wahl untergräbt die Autorität der Regierenden. Denn die Gefahr, abgewählt zu werden, zwingt diese Jammerlappen, auf das Volk Rücksicht zu nehmen. • Die Monarchie ist stets international und damit weltoffen! Lesen Sie die leider oftmals abqualifizierte Regenbogenpresse, dann wissen Sie, wer mit wem zum Wohle des Volkes eine Liaison hat. • Der Monarch ist stets unparteiisch. Denn nicht Parteien, sondern ausschließlich sein eigenes Wohl ist für den Herrscher das A und O aller Dinge. • Je besser es dem Monarchen geht, desto besser geht es dem Volk. Also ist das Volk angehalten, alles zum Wohle des Monarchen zu unternehmen. • In multinationalen Staaten sorgt der Monarch dafür, daß nicht jede wichtigtuerische Minderheit ihr eigenes Süppchen kocht. • Andererseits wird der Monarch jederzeit unpopuläre Minderheiten, die in der Demokratie rettungslos verloren sind, beschützen. Dazu zählen etwa die Mitglieder schlagender Verbindungen und andere zackige Burschen! • Die Monarchie ist keine künstliche Regierungsform, sondern eine im engsten Wortsinn natürliche. Brauchen Wildkaninchen Wahlen, um festzustellen, wer die ranghöchste Häsin ist? Nur der Mensch versaut sich das Leben mit Computernächten nach den Wahlschlachten. • Die Monarchie fördert Kunst und Kultur. Österreich war kulturell um 1780 viel reicher als heute! Denken Sie nur an Mozart! • Echte Meinungsfreiheit ist nur in der Monarchie möglich, denn der Monarch stellt jederzeit sicher, daß Sie seiner Meinung sein dürfen. • Die meisten Menschen können nur durch Religion oder geistige Sklaverei regiert werden, warum ihnen also zumuten, alle ein bis zwei Jahre aus irgendwelchen Anlässen irgendwelche Kreuzchen auf irgendwelchen Zettelchen zu machen? • Der höchste Wert der Monarchie liegt jedoch im Appell an die Liebe. Du sollst deinen Herrscher lieben, sonst liebt er dich nicht, und wer dabei den Kürzeren zieht, ist ja wohl klar. Deshalb liebt man Monarchen! Lästige Politiker dagegen wählt man einfach ab. Wie lieblos! |
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